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Veränderte Arbeitswelt

“Morgen komm ich später rein” heißt der Titel eines Buches, dass sich mit der veränderten Arbeitswelt auseinandersetzt. Der Autor des Buchs auf auf seinem Blog eine Präsentation dieser Thematik veröffentlicht. Welche Konsequenzen ziehen Sie daraus?

Gute Gründe für das Gründen

Eine kleine Inspiration für Menschen die sich überlegen, sich vielleicht doch selbständig zu machen gibt es auf wiwo.de.

Und an anderer Stelle findet sich eine bedenkenswerte Aussage. Der Selbständigkeits-Experte Martin Massow meint, dass  die Unsicherheit von Selbstständigkeit vielfach „sicherer” sein kann als eine sicher geglaubte Anstellung.

Auf Stärken bauen?

Kürzlich habe ich bei einem Seminar Widerspruch geerntet, als ich meinte, dass es wichtiger ist, seine Kompetenzen und Stärken zu kennen und zu entwickeln, als an den Schwächen zu arbeiten. Irgendwie scheinen wir es zu lieben, an unseren Schwächen herum zu manipulieren, anstatt uns auf die Stärken zu fokussieren. Einen erfreulichen Beitrag dazu hat Marcus Splitt veröffentlicht.

Ich glaube, dass wertvolle Ressourcen vergeudet werden, wenn Menschen ihre Stärken nicht kennen und wenn Unternehmen die Stärken ihrer Mitarbeiter nicht einsetzen. Oftmals erscheint es wichtiger, dass gewisse “Qualitätsmanagementsabläufe” wichtiger sind, als Menschen am richtigen Platz einzusetzen. Aber formalisierte Abläufe sind längst nicht der Gradmesser für sehr gute oder exzellente Arbeit. Könnte im Entdecken der Stärken und Kompetenzen nicht das Potenzial für einen rasanten Qualitätssprung in Unternehmen verborgen sein? Ich glaube schon!

Gerade in Zeiten der “Krise” gilt es Talente zu suchen und Stärken und Kompetenzen zu entdecken. Dies gilt ebenso für Einzelne als auch für Unternehmen und Organisationen. Zugänge dazu gibt es genug. Aber vielleicht muss ich den Appell ganz anders formulieren: Es ist eine große Schwäche in der Arbeitswelt, nicht auf die Stärken der Mitarbeiter zu achten. An dieser Schwäche sollten Sie arbeiten!

Entwicklungen für den Thüringer Arbeitsmarkt

In letzter Zeit habe ich mir immer wieder Gedanken gemacht, welche Dynamiken es braucht, damit es in Thüringen und anderswo gesunde Entwicklungen für Beschäftigung gibt. Hier meine Ergebnisse:

1. Entwicklung von Jugendlichen

Wie Verzahnung von Schule hin in die Arbeits- und Berufswelt sollte deutlich verbessert werden. Auch auf den Ausbau von (sozialen) Kompetenzen und einer ganzheitlichen “Lebensreife” sollte ein besonderer Fokus gelegt werden. Dazu braucht es innovative Ideen. Diese Aufgabe kann auch nicht allein den Schulen überlassen bleiben. Die Wirtschaft “darf” hier bewusst in ihre zukünftigen Fachkräfte investieren.

2. Aktivierung der Potenziale der “Älteren”

Ich habe in letzter Zeit zu viele Menschen kennen gelernt, die weil sie das kritische Alter von 45 Jahren überschritten haben, aus dem Arbeitsmarkt ausgesondert wurden. Also keine Chance mehr haben in Unternehmen integriert zu werden. Wir können diese Kompetenzen zukünftig in Thüringen nicht weiter brach liegen lassen.

3. Entwicklung der Stärken und Kompetenzen der vorhandenen Mitarbeiter

Die vorhandenen Mitarbeiter brauchen eine gezielte Förderung, so dass ihre Kompetenzen noch stärker zu einer positiven Gesamtentwicklung der Unternehmen beitragen können.

4. Sinnstiftende Maßnahmen für Menschen, die aus dem Arbeitsprozess herausgefallen sind

Wir müssen akzeptieren, dass es in unserem Land einen Sockel von Menschen geben wird, die unter normalen Bedingungen nicht wieder Arbeit finden können. Es wäre aber zynisch so zu tun, als wäre dies möglich. Hier stehen wir vor einer großen sozialen Aufgabe, sinnvolle Betätigungsfelder für diese Menschen zu (er-)finden und ihnen dadurch auch eine Bedeutung geben.

5. Es braucht mehr Selbständige mit einem Unternehmergeist

Ich zitiere Johannes Kleske aus einem Interview:

“Ich glaube, dass wir in den nächsten Monaten und Jahren einen neuen Boom von Handwerk, kleinen Läden und allgemein viel mehr Selbstständigkeit sehen werden. Und meine These ist, dass das uns letztendlich aus der Krise führen wird und dabei viel nachhaltiger in seiner Beständigkeit als vor der Krise. Slogans wie „Grow slow, grow strong“ treten in den Vordergrund, schnelles Geld-verdienen in den Hintergrund.”

Das Thema “Selbständigkeit und Unternehmertum” könnte hier auch ein Schlüssel für die anderen 4 Punkte werden: Die Jugendlichen brauchen Entwicklungsimpulse in “Entrepreneurship-Erziehung”.  Auch bei Älteren sehe ich Potenziale, dass sie (gemeinsam?) unternehmerisch aktiv werden. In den Unternehmen gilt es den “Unternehmergeist” zu fördern (sog. “Intrapreneure“). Und für die sinnstifenden Maßnahmen ist wohl auch (sozial-)unternehmerische Kreativität gefragt.

Ich habe nichts dagegen, wenn Thüringen so zu einem Vorzeigebundesland wird.

Kompliziert oder komplex?

Ich traf mich  vor geraumer Zeit auf ein Gläschen Wein mit zwei Bekannten und sprach über Natigationsconsulting und daß mein Mann und ich uns damit selbstständig gemacht haben. Nach dem ich erklärte was wir tun, kam der Kommentar:

“Das klingt aber kompliziert.”

Erst dachte ich, ich hätte mich da vielleicht umständlich ausgedrückt, im weiteren Nachsinnen darüber stellte ich fest, daß sie wohl eher was anderes gemeint haben muß. Folgende Gedanken:

“Warum macht Ihr das Leben so kompliziert? Wozu Navigationshilfe in Anspruch nehmen, wenn das Leben ja schon kompliziert genug ist? Wozu in ein Persönlichkeitsprofil investieren, wenn das Leben doch schon genug von mir fordert? Und wer hat denn für so etwas überhaupt Zeit, geschweige denn Geld?”

Ich würde sagen- weil das Leben komplexer geworden ist. Die beruflichen und privaten Werdegänge verlaufen schon lange nicht mehr linear (man vergleiche da nur die beruflichen Lebensläufe von Leuten aus den 80er Jahren mit den aktuellen). So ist es für jeden essentiell, punktuell eine persönliche Bilanz zu ziehen und das evt. auch mal mit einem sogenannten Coach oder Trainer.

Es ist in unseren Zeiten nötig geworden seine individuellen Kompetenzen und Stärken rauszuarbeiten, zumal keiner sagen kann, dass sein Job lebenslänglich gesichert ist. Je verschwommener die Arbeitswelt ist, umso klarer sind wir herausgefordert, zu wissen wo wir gut sind – wirklich gut sind. Keiner wird uns diesen Job abnehmen können.

Da könnte ein Persönlichkeitsprofil/-training oder eine Kompetenzbilanz ein Anfang sein.

Wir können uns der Komplexität unserer Zeit verweigern (“Wie soll ich das alles unter einem Hut bekommen?”) oder wir nehmen die Zeit in der wir leben als gegeben an und fangen an über Lösungen nachzudenken und darüber, was unsere Aufgabe und Verantwortung ist – und was der nächste Schritt ist.

Gründungscoaching

Es sind die Mutigen im Lande und es werden immer mehr: Menschen, die den Sprung in die Selbständigkeit gewagt haben. Menschen, die die (scheinbare) Sicherheit der Festanstellung hinter sich gelassen und den Weg in neues Land angetreten haben. Ja, es ist in diesem Land immer noch herausfordernd, seine eigene Existenz aufzubauen, aber es gibt interessante Unterstützungsmöglichkeiten für Gründer: Z. B. das KfW-Gründercoaching:

“Ein qualifizierter Unternehmensberater betreut und begleitet das junge Unternehmen. Das Coaching wird durch einen Zuschuss aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.”

Das erfreuliche daran ist, dass aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds 50 – 90 % der Coachingkosten übernommen werden können.

Seit einiger Zeit bin auch ich als Gründungscoach in der Datenbank der KfW gelistet, so dass einem Gründungscoaching nichts mehr im Wege steht, oder?

Navigation oder Einfachheit

Neulich telefonierte ich mit einem Freund. Wir kamen auf Bittner & Network zu sprechen. Unter Navigationsconsulting konnte er sich irgendwie nicht so viel vorstellen. Klar das finde ich doch sehr verständlich, da es sich um ein Kunstwort handelt, dass ich selbst erfunden habe.

Natürlich kommen da den meisten Menschen zunächst die Assoziation zum Navi im Auto und das ist mal gar nicht so falsch. “Aha!” meinte mein Freund am Telefon “du zeigst also den Leute, wo es lang geht”. Das ist so der erste Gedanke, der vielen durch den Kopf geht. Ich glaube, dass dies aber eine sehr gefährliche Vorstellung eines Navis, ist – auf diese Weise wäre ich kürzlich mit meinem Navi in der Elbe gelandet. Ein Navi im Auto ist dafür da, mich zu unterstützen MEINEN WEG zu finden. Fahren muss ich selbst und denken muss ich auch selbst und es ist sogar hilfreich, sich selbst auf einer Karte zu vergewissern, wo man eigentlich hin möchte.

In diesem Sinne verstehen wir auch Navigationsconsulting, nur dass Navigationsconsulting natürlich nicht so technisch und statisch ist, wie diese kleinen Helfer im Auto. Mit unseren Tools im Rahmen des Navigationsconsultings können wir zusammen mit ihnen eine Standortbestimmung vornehmen (das ist immer auch die erste Aufgabe des Navis) und von dort aus herausarbeiten, wo das Ziel ist und wie man dort hin kommt.

Diese technischen Hilfsmittel im Auto gehören heute schon zur Normalität. Manche Leute finden es aber noch peinlich, Unterstützung bei der eigenen (Lebens-)Navigation heranzuziehen, obwohl das doch viel, viel komplexer ist als mit dem Auto von A nach B zu kommen.

Wir glauben übrigens, dass es schwer möglich ist, diesem komplexen Leben zu entkommen. Auch wenn die “Simplify your life”-Szene damit immer noch sehr viel Geld verdienen kann. Mein Freund übrigens, mit dem ich da telefoniert hatte, kam richtig in Bewegung beim Stichwort: Simply your life. Tags zuvor bekam er eine Einladung zu einem Tagesseminar der Vereinfachungsfreunde – Seminarpreis: 1.699 EUR. Vor Wut über diesen Seminarpreis, hätte er beinahe seinen neuen “Simpify your Life”-Kalender von der Wand gerissen. Und am Ende des Gesprächs meinte er: Ja eigentlich könnte ich so einen Navigationscoach auch gebrauchen”.

Büro in angenehmer Atmosphäre

Vor ungefähr eineinhalb Jahren sind wir als Familie einen ungewöhnlichen Schritt gegangen: Wir haben unser Auto verkauft und haben zusammen mit einem Freund ein privates Carsharing gestartet. Da dieser Freund nach einem Jahr in eine andere Stadt zog, schien es so, dass es keine weitere Möglichkeit gibt, weiterhin ein Fahrzeug zu teilen. Genau zu diesem Zeitpunkt haben wir gelesen, dass es in unserer Stadt Meiningen eine offizielle Carsharing-Initaitive gibt. Seitdem haben wir sogar zwei Autos.

Die Idee des Carsharing hat mich inspiriert in die Richtung Bürosharing zu denken. Und daraus ist unser Projekt Workflow Meiningen entstanden. Workflow Meiningen ist mehr als eine Bürogemeinschaft – es bietet sehr flexibel Büronutzung in unterschiedlichen Facetten. Und das macht ein Büro für viele Menschen interessant, die unter normalen Bedingungen gar nicht auf die Idee kämen, ein “eigenes Büro” anzumieten.

Ich bin ich und das ist gut so! oder?

Ich würde meine Frage definitv mit “Ja!” beantworten und ich hoffe Sie können es auch.

Und doch werden Sie das in Ihrem Umfeld nicht immer so erleben- sei es privat oder mit Ihrem Arbeitskollegen. Da bleibt das Gefühl von ” das passt irgendwie nicht” was mein Chef da erzählt oder das was ich sage wird nicht entsprechend ernst genommen.

Oder ich habe einem Kollegen ein Aufgabe delegiert und die Dringlichkeit des Projektes genannt und er hat es doch nicht gemacht in meiner Urlaubszeit……

An der Stelle möchte das Persönlichkeitstraining ansetzen und ein breiteres Verständnis schaffen von unterschiedlichen Möglichkeiten an Aufgaben und Konflikte ranzugehen. Grundlage hierfür ist ein bewährtes Modell, daß menschliche Verhaltensweisen anhand von vier Verhaltensdimensionen D-I-S-G beschreibt, mit dem Ziel, eigene Bedürfnisse und die der anderer besser zu verstehen.

Sind Sie schon etwas neugierig geworden?

Es folgt bald mehr…bleiben Sie dran.

Workflow Meiningen

Letzte Woche haben wir unsere neuen Büroräume in der Robert-Krick-Passage in der Meininger Altstadt bezogen.

Hier haben wir das ideale Umfeld für unsere weiteren Unternehmungen gefunden. Ab Januar startet hier unser Projekt: “Workflow Meiningen”. In Workflow Meiningen können Menschen oder Organisationen stunden- oder tageweise einen Arbeitsplatz oder einen eigenen Büroraum nutzen. Die Idee dahinter: viele Menschen benötigen nicht dauerhaft ein eigenes Büro. In Workflow Meiningen besteht die Möglichkeit nur soviel Büro wie nötig zu nutzen und zu bezahlen. Und darüber hinaus ist für alles gesorgt, was heute zu einem Büro gehört: ein Lounge-Bereich, Kaffee-Automat, WLAN-Anschluss, Fax, auf Wunsch auch ein eigener Telefonanschluss.

Für eine längerfristige Nutzung steht momentan auch noch ein Büroraum zur Verfügung. Nähere Infos oder Besichtigung unter 03693 – 88 11 90.