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Der Zukunft entgegen

Theoretisch kommt die demographische Entwicklung dem Arbeitsmarkt in den ostdeutschen Bundesländern sehr entgegen. Rein zahlenmäßig schließt sich die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage bis zum Jahr 2025. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), warnt jedoch vor neuen Problemen, die entstehen könnten, wenn wir die Folgen des demographischen Wandels nicht in den Griff bekommen: Das negativste Szenario wäre, eine bleibend hohe Arbeitslosigkeit bei gleichzeitigem Fachkräftemangel, aufgrund dem qualifikatorischen Missverhältnis (“Mismatch”). Die Demographie wird also das ostdeutsche Arbeitslosigkeitsproblem nicht von alleine lösen.

Was bedeutet das für die ostdeutschen Regionen und die dort ansässigen Betriebe?

1. “Betriebe müssen sich auf insgesamt weniger, zugleich aber auch mehr ältere Arbeitskräfte einstellen.”

2. “Am stärksten und am schnellsten könnte .. Zuwanderung – sei es aus Westdeutschland (einschließlich Rückwanderer) oder dem Ausland – entgegenwirken.”

3. Es braucht gemeinsame Anstrengungen um die Innovationspotenziale auszuschöpfen (nicht nur im Bereich der Hochtechnologie).

Die Ergebnisse dieser Studie überraschen nicht wirklich. Der “mismatch” ist heute schon in einigen Branchen Realität. Die Herausforderung ist benannt und bekannt – jetzt sogar mit Zahlen untermauert. Die Frage ist, welche Regionen und Unternehmen nehmen diese Herausforderungen wirklich (rechtzeitig) an?

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