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Kompliziert oder komplex?

Ich traf mich  vor geraumer Zeit auf ein Gläschen Wein mit zwei Bekannten und sprach über Natigationsconsulting und daß mein Mann und ich uns damit selbstständig gemacht haben. Nach dem ich erklärte was wir tun, kam der Kommentar:

“Das klingt aber kompliziert.”

Erst dachte ich, ich hätte mich da vielleicht umständlich ausgedrückt, im weiteren Nachsinnen darüber stellte ich fest, daß sie wohl eher was anderes gemeint haben muß. Folgende Gedanken:

“Warum macht Ihr das Leben so kompliziert? Wozu Navigationshilfe in Anspruch nehmen, wenn das Leben ja schon kompliziert genug ist? Wozu in ein Persönlichkeitsprofil investieren, wenn das Leben doch schon genug von mir fordert? Und wer hat denn für so etwas überhaupt Zeit, geschweige denn Geld?”

Ich würde sagen- weil das Leben komplexer geworden ist. Die beruflichen und privaten Werdegänge verlaufen schon lange nicht mehr linear (man vergleiche da nur die beruflichen Lebensläufe von Leuten aus den 80er Jahren mit den aktuellen). So ist es für jeden essentiell, punktuell eine persönliche Bilanz zu ziehen und das evt. auch mal mit einem sogenannten Coach oder Trainer.

Es ist in unseren Zeiten nötig geworden seine individuellen Kompetenzen und Stärken rauszuarbeiten, zumal keiner sagen kann, dass sein Job lebenslänglich gesichert ist. Je verschwommener die Arbeitswelt ist, umso klarer sind wir herausgefordert, zu wissen wo wir gut sind – wirklich gut sind. Keiner wird uns diesen Job abnehmen können.

Da könnte ein Persönlichkeitsprofil/-training oder eine Kompetenzbilanz ein Anfang sein.

Wir können uns der Komplexität unserer Zeit verweigern (“Wie soll ich das alles unter einem Hut bekommen?”) oder wir nehmen die Zeit in der wir leben als gegeben an und fangen an über Lösungen nachzudenken und darüber, was unsere Aufgabe und Verantwortung ist – und was der nächste Schritt ist.

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